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Am 1. Dezember 2004 beging die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. im Großen Saal der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum ihren 55.Gründungstag (24. November 1949). Zu diesem Anlass verfasste der Publizist Ulrich Werner Grimm die Szenische Lesung

“Die Möhrings und die Weltlingers”.

Sie wurde von U. W. Grimm und
Schülern der Klasse 11/3 des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin-Pankow

aufgeführt, deren Projekt (Leitung Klassenlehrerin Karin Manns)


“Spuren des Nationalsozialismus -
Eine Gedenktafel für Familie Möhring”


der Szenischen Lesung zu Grunde lag.

 55Jahre GCJZ Berlin

(Foto: Margrit Schmidt)

Die damalige Klasse 10/3 des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin-Pankow gewann im Jahr 2003 einen Preis der Bundeszentrale für politische Bildung für ihr Forschungsprojekt “Spuren des Nationalsozialismus - Eine Gedenktafel für Familie Möhring”.
 

Die christliche vierköpfige Familie Möhring versteckte von 1943 bis 1945 in ihrer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung im Pankower Kissingenviertel das jüdische Ehepaar Grete und Siegmund Weltlinger. Bis heute sind die Möhrings “Unbesungene Helden”, gibt es an dem Haus keine Gedenktafel für diese mutige Tat. Die Schüler erkundeten die Gedenktafeln in ihrem Schulbezirk Pankow, ermittelten Informationen zur Familie Möhring und setzen sich nun dafür ein, dass am ehemaligen Wohnhaus der Möhrings ebenfalls eine Gedenktafel angebracht wird.
 

Siegmund Weltlinger

Siegmund Weltlinger (1886-1974) war ein deutsch fühlender Jude. Er war einer der sehr wenigen jüdischen Verfolgten des Nationalsozialismus, die trotz des Erlittenen unmittelbar nach der Befreiung die Hand zur Versöhnung ausstreckten. Er wurde Referent für jüdische Angelegenheiten beim Magistrat bzw. Senat Berlins. Am 24. November 1949 gehörte Siegmund Weltlinger zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ). Zwei Jahrzehnte engagierte er sich als erster jüdischer Vorsitzender. Die Gesellschaft ernannte ihn zu ihrem, nach Ernst Reuter, zweiten Ehrenpräsidenten. Siegmund Weltlinger war Abgeordneter der Fraktion der CDU des Berliner Landesparlaments und dessen Alterspräsident. Berlin verlieh ihm die Würde eines Stadtältesten. Seine Grabstätte auf dem Friedhof der Jüdischen Gemeinde in der Heerstraße ist ein Ehrengrab des Landes Berlin.
 

Exklusiv für die Jubilumsveranstaltung verfasste der Publizist Ulrich Werner Grimm, der die Geschichte der Berliner GCJZ erforscht und in einer Festschrift veröffentlicht hat, aus dem Projektbericht der Pankower Gymnasiasten zusammen mit Biografischem über Siegmund Weltlinger die Szenische Lesung “Die Möhrings und die Weltlingers”. Unter Anleitung der Klassenlehrerin Karin Manns brachten die Schüler Ideen ein, wählten Musik aus, stellten Abbildungen zur Verfügung und studierten die Szenische Lesung ein.
(Porträtfoto Siegmund Weltlinger: Archiv GCJZ Berlin e.V.)

Presse-Information  

 


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